Gemeinde Mihla

Hainichgemeinde am Werraknie

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Bilder und noch nie gezeigter Film erinnerten an die Katastrophe vor 30 Jahren

Der Heimat- und Verkehrsverein Mihla hatte zu einem Filmabend in der 2GoldenenAue eingeladen. Anlass war die auf den Tag genaue 30jägrige Wiederkehr der bisher größten Wasserflut im Lautertal zwischen Berka und Mihla. Damals war in der Nacht zwischen 2.00 und 3.00 Uhr in einer Wasserhose so viel Niederschlag gefallen, der bald an den Jahresdurchschnitt herankam. Alle Orte wurden furchtbar getroffen, Straßen und Häuser verwüstet, Schlamm bedeckte alles. Nur dem Zufall und der umsichtigen Sofort -und Selbsthilfe in den Orten war es zu danken, dass keine Menschenopfer zu beklagen waren. Daran erinnerte Mihlas Bürgermeister Rainer Lämmerhirt, zugleich Vorsitzender des einladenden Heimatvereins. Auch, dass für viele Bachanwohner die Nacht des 23. Mai 1978 noch heute ein Trauma sei.

Kein Platz war mehr im Mihlaer Auesaal zu haben.

Der Mihlaer Auesaal war so voll wie lange nicht. Es gab keinen Sitzplatz mehr und auch die Stehplätze waren rar. Beinahe 400 Eintrittskarten waren vergeben worden.

Werner Nedon, 1978 Flussbereichsleiter in Eisenach und mit seiner Kamera kurz nach der Flut in allen betroffenen Orten unterwegs, erläuterte die Umstände der damaligen Katastrophe. Hydrologen schätzten ein, dass eine solche Niederschlagsmenge nur alle 500 Jahre eintrifft.

Werner Nedon, heute Leiter eines Ingenieurbüros für wasserwirtschaftliche Beratungen in Halle, filmte damals. Gemeinsam mit seinen Freunden einer Hallenser Amateurfilmgruppe waren die Aufnahmen überarbeitet und von dem ehemaligen Sprecher der Aktuellen Kamera Klaus Feldmann vertont worden. Mit Michael Stabenow, der an diesem Abend für die Technik und die Filmvorführung verantwortlich zeichnete, war alles vorbereitet worden. Ja, und dann konnte es losgehen. Die Aue wurde nochmals zum Kino.

Die Filmaufnahmen zeichneten die ganze Wucht der Wasserflut nach. Noch heute sprechen Solidarität der Bewohner und uneigennützige Hilfe untereinander für sich. Deshalb widmete Werner Nedon diesen Film auch den Helfern der ersten Stunde.

Der Film stieß auf großes Interesse. Er konnte gleich während der Veranstaltung als DVD gekauft werden. Wer an diesem Abend nicht Teilnehmen konnte, für 12 € kann die DVD in der Tourist- Info im Mihlaer Rathaus erworben werden!

Der Akteur des Abends, Wernerc Nedon, bei seinem Vortrag.

Michael Stabenow zeichnete für die Technik verantwortlich. Allein die Technik war sehenswert.

Vielen Dank an Werner Nedon und Michael Stabenow für diesen sehr interessanten Abend!

- Heimatverein Mihla -

 

Mihla 26.05.2008