Der erste Schritt ist erfolgt 

Am Nachmittag des 7. Mais war es soweit. Am Vorabend des 81sten Jahrestages des Kriegsendes 1945 hatten Bürgermeister Rainer Lämmerhirt im Namen des Creuzburger Denkmalausschusses zum symbolischen Spatenstich eingeladen. 

Es war sehr regnerisch, aber trotzdem stellten sich zwei Dutzend Bürgerinnen und Bürger ein. Mit dabei Trompeter Andre Pöpel aus Mihla, der den feierlichen Moment mit einem passenden Trompetenstück eröffnete. 

Bürgermeister Rainer Lämmerhirt berichtete über die einzelnen Stationen bis zum Tag des Spatenstiches: Wiederholte Fragen und Hinweise von Bürgern nach der Errichtung eines Erinnerungsortes für die beinahe vollständige Zerstörung der Stadt an den Ostertagen 1945, die Bildung des Denkmalausschusses, viele Diskussionen und Gespräche, der Ideenwettbewerb für ein Denkmal, die Prüfung der eingegangenen Vorschläge und die Auswahl eines Favoriten. Dann, an den Tagen um den 1. April des letzten Jahres, die Veranstaltung im Saal des Klostergartens, die Präsentation der Denkmalentwürfe und dann die Festlegung auf den Siegerentwurf. Die öffentliche Diskussion anhand der Entwürfe in der Nicolaikirche und schließlich die abschließende Auswahl des Standortes zwischen der Kirche und dem jetzigen Rathaus. 

Der Standort sei gut ausgewählt, denn die Explosion der in der Kirche gelagerten Munition löste vor 81 Jahren den verheerenden Stadtbrand aus, so der Bürgermeister. Er sei auch so gewählt, dass eine spätere Sanierung der Kirche nicht beeinträchtigt werde. 


Bereit zum symbolischen Spatenstich für den Erinnerungsort „Zerstörung Creuzburgs 1945“. Ronny Schwanz, Rainer Lämmerhirt, Karl-Heinz Michel und Steinmetz Thomas Jakobi. 

Ulrike Reichardt, deren Entwurf den Zuschlag erhalten hatte, erläuterte den Gedanken der Gestaltung des Denkmals. Aus Seeberger Sandstein gefertigt zeigt er auf der einen Seite die Zerstörung der Stadt und dann mit glatten Schnittanten auf der anderen Seite die neue, wiedererstandene Stadt. Dazwischen ist ein besonderes Glas eingesetzt, so Frau Reichardt, welches dem Denkmal ein Lichtspiel aus roten und gelben Farbtönen verleiht, Feuer und aufgehende Sonne, symbolisierend und vom Standort aus viel Morgenlicht einfangen wird. 

Diese Erläuterung wurde durch den Mühlhäuser Steinmetz und Steinbildhauer Thomas Jakobi noch erweitert und einige Details der Herstellung und Aufstellung des Denkmals einschließlich der Wegeführung und der für den Herbst geplanten Umgestaltung des Platzes bezüglich der Bepflanzung ergänzt. 

Auch eine Infotafel über die Geschehnisse vor 81 Jahren soll hinzukommen. Dann wurde der Spaten zum Einsatz gebracht. Bürgermeister Rainer Lämmerhirt, Karl-Heinz Michel für den Denkmalausschuss, Steinmetz Jakobi und Ortsteilbürgermeister und Denkmalausschussmitglied Ronny Schwanz gingen ans Werk, ehe ein weiteres Trompetenstück den Festakt beendete. 


Dann musste kurz gearbeitet werden, damit das Gesamtwerk gut gelingt. 


Nun kündet bis zur Fertigstellung des Erinnerungsortes eine Schautafel vom Vorhaben. 

- Stadt Amt Creuzburg -