Symbolischer Spatenstich für unseren Erinnerungsort „Zerstörung Creuzburgs vor 80 Jahren“ 

Zwischen dem 1. und 4. April 1945, in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges, vor nunmehr 81 Jahren, wurde unsere Heimat Kriegsgebiet. In Creuzburg, Spichra, Hörschel und Mihla kam es zu sinnlosen Kämpfen zwischen den auf Thüringen vorrückenden Einheiten der 3. US-Armee unter General Patton und versprengten Einheiten der Deutschen Wehrmacht und des Volkssturmes.

Die Einwohner von Creuzburg werden diesen Ostersonntag, den 1. April 1945, wohl nie vergessen. Nach Sprengung der historischen Werrabrücke und ersten Schüssen der am Wallstieg verschanzten Wehrmachtssoldaten begannen die US-Streitkräfte einen heftigen Beschuss der Stadt, der den gesamten Tag anhielt und zur völligen Zerstörung der Innenstadt führte. Das alte Creuzburg ging in Flammen auf. Nur wenige Gebäude, so die Burg, blieben vom Feuersturm verschont. Die meisten Einwohner waren in die umliegenden Wälder geflohen und standen nach der Rückkehr vor dem Nichts. 

Im Ergebnis dieser Kämpfe fielen in Creuzburg und am Wallstieg mindestens zehn deutsche Soldaten und mehrere Angehörige der US-Streitkräfte, mehrere Zivilisten fanden den Tod. Diese Ereignisse sollten nicht in Vergessenheit geraten und uns daran erinnern, dass der Erhalt des Friedens unser wichtigstes Gut ist. Wie sich jetzt zeigt mehr denn je! 

Im 80sten Jahr dieser furchtbaren Erinnerung konnte ich dann einen ehrenamtlichen Denkmalausschuss ins Leben rufen. Ziel war es, eine Erinnerungsstätte für den Untergang unserer Stadt zu schaffen. 

Der Denkmalausschuss leistete eine tolle Arbeit. Drei Architekten und Planer konnten gewonnen werden, die ihre Entwürfe und Vorstellungen öffentlich machten und am 1. April 1945 im „Klostergarten“ in einer Podiumsdiskussion vorstellten. 

Danach wurde im Stadtrat beschlossen und der Entwurf eines Denkmals auf der Grünfläche zwischen Nicolaikirche und jetzigem Rathaus soll nun umgesetzt werden. Auch die anderen Standorte, die Baulücke Ludwigstraße 4 und das sogenannte „Kloster“, sollen auch weiterhin im Auge behalten werden. 

Seither haben wir mit der Gewinnerin des Wettbewerbes weitergearbeitet. Der Standort zwischen Nicolaikirche und Rathaus wurde unter die Lupe genommen, ein Steinmetz gefunden, der inzwischen auch Vorschläge für die genaue Gestaltung zugeabeitet hat. Unsere Planungen werden mit den Planungen der Kirchgemeinde hinsichtlich der Sanierung der Nicolaikirche und hier insbesondere eines barrierefreien Zugangs abgestimmt. 

Alle Voraussetzungen sind damit erfüllt, um nun den symbolischen ersten Spatenstich für unser Denkmal durchführen zu können. 

Zu diesem symbolischen Spatenstich möchte ich Sie im Namen des Denkmalausschusses und des Stadtrates des Amtes Creuzburg schon jetzt für Donnerstag, den 7. Mai 2026, dem Vorabend des Kriegsendes vor 81 Jahren, für 16.00 Uhr auf die Freifläche zwischen Nicolaikirche und Rathaus einladen. 

Es wäre schön, wenn Sie an diesem symbolischen Akt teilnehmen könnten! 

Stadt Amt Creuzburg, im März 2026 -im Namen des Denkmalausschusses und des Stadtrates-

Rainer Lämmerhirt - Bürgermeister -