Volkstrauertag 2005
 
 
Zum diesjährigen Volkstrauertag hatten gemeinsam die kirchliche und die politische Gemeinde eingeladen. Am Denkmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges versammelten sich die Mihlaer und ihre Gäste. Herr Pfarrer Hoffmann und Herr Bürgermeister Lämmerhirt legten ein Blumengebinde nieder. Bürgermeister Lämmerhirt rückte in seiner Ansprache das
 

 
Gedenkminute für alle Opfer von Kriegen, Gewalt und Vertreibung zum Volkstrauertag 2005 am Mihlaer Gefallenendenkmal.
 
Kriegsende vor 60 Jahren in den Mittelpunkt. Er erinnerte an die 173 Gefallenen und Vermissten aus Mihla, bezog in die Erinnerung auch die acht Anfang April 1945 in der Mihlaer Flur gefallenen deutschen Soldaten und die vier nun auch namentlich bekannten US-
Soldaten ein, die kurz vor Kriegsende einen sinnlosen Tod sterben mussten. Am Schicksal des 23jährigen deutschen Obergefreiten Rudolf Vogel- Kresse, der bereits in Russland mehrfach verwundet, als Versprengter im April 1945 in einem Panzer bei Mihla starb und erst Tage später geborgen werden konnte, machte der Bürgermeister den Wahnsinn dieser Tage deutlich.
 
Dass aus diesen furchtbaren Geschehen bisher nur wenig Lehren gezogen wurden und dass Krieg niemals eine Lösung sein könne, darin waren sich die Redner einig. Pfarrer Hoffman machte anhand eines Gedichtes auf die Wunden aufmerksam, die Kriege und Vertreibung gerissen haben und die wohl niemals völlig heilen könnten. Gerade daraus erwachse die Verpflichtung, alles zu tun, um den Wahnsinn von kriegen zu bekämpfen.
 
Vor Begin des anschließenden Gottesdienstes in der St. Martinskirche legten dann Gemeinderäte an den Tafeln mit den Namen der Mihlaer Opfer des II. Weltkriegesein weiteres Blumengebinde nieder.
 

 

 
Pfarrer und Bürgermeister an den Tafeln für die im II. Weltkrieg aus Mihla Gefallenen.
 
-Ortschronist-
 
 
 
Mihla, 17.11.2005 - zurück zur Chronikübersicht